Ortsgemeinschaft Buldern e.V.

Alte Bräuche, bekannte Sieger

Bei Hasseln und Ballhauen konnten die Vorjahresgewinner erneut jubeln

Buldern/Hiddingsel. Traditionell fanden am Ostersonntag zwei alte Bräuche, das Hasseln in Buldern und das Ballhauen in Hiddingsel, statt. So viel sei verraten: Jubeln durften am Ende in beiden Fällen die Vorjahressieger. Das Ballhauen wurde von der Kolpingsfamilie organisiert und fand am Mittag auf dem Sportgelände von Vorwärts Hiddingsel statt. Auch Kinder durften mitmachen. Die Spielregeln ähnelten denen beim Brennball. Auf einem rechteckigen Spielfeld versuchte eine Mannschaft mit einer Holzkeule einen Tennisball möglichst weit ins Feld zu schlagen, und musste dann das Spielfeld umrunden. Gelang es der gegnerischen Mannschaft, den Ball zu fangen, bevor er den Boden berührte, tauschten die Teams. Hatte die Feldmannschaft den Ball aus dem Spielfeld befördert, mussten die Läufer an markierten Punkten stehen bleiben.

Traditionell tritt die Denkmalseite des Dorfes gegen die Kirchseite an. Im vergangenen Jahr hatte Letztere mit 138:20 Punkten deutlich gewonnen. Entsprechend motiviert ging die Denkmalseite in den Wettbewerb. Nach einer Stunde stand es 26:26. Dann gelangen der Kirchseite jedoch einige gute Schläge, und sie gewann zum zweiten Mal in Folge, diesmal mit 81:30. Für ihre Teilnahme erhielten alle einen Orden, die siegreiche Mannschaft zusätzlich den Wanderpokal. Zufrieden mit dem Verlauf zeigten sich auch die Schiedsrichter Uli Edelmann, Bernd Brockmann und Thomas Krampe. Gemeinsam blieben alle noch in geselliger Runde beisammen.

Das Osterwochenende in Buldern begann bereits am Karsamstag mit dem Buschkenholen. Die Teilnehmer fuhren mit Traktor und Anhänger durchs Dorf, um Holz für das Osterfeuer im Pfarrgarten zu sammeln. Den Nachmittag ließen sie gesellig auf dem Spiekerplatz ausklingen. Die Ortsgemeinschaft grillte die vom Ortsvorsteher spendierten Würstchen. Erstmals fand in diesem Jahr der Ostertanz der Landjugend zudem bereits am Samstagabend statt.

Am Sonntag stand das Hasseln an. Dazu trafen sich die Junggesellen auf dem Spiekerplatz, um sich die Schienbeine zum Schutz vor Verletzungen mit Teppichen auszupolstern. Danach zogen sie langsam in Richtung Nottulner Straße, wo das Hasseln ausgetragen wurde. Dort hatten sich einige hundert Zuschauer versammelt. Das „germanische Baumscheibenturnier" wurde von der Ortsgemeinschaft Buldern organisiert. Deren Vorsitzender Udo Schulte ter Hardt begrüßte die Anwesenden und besonders die Akteure: „Ergreifender Anblick, die Macht, die da die Nottulner Straße hochgelaufen kommt."

Bevor sich der Ort für eine Stunde in West und Ost teilte, erhielten einige Junggesellen den hölzernen Orden für zehn Jahre Hasseln: Markus Schwaag, Tobias Mattem, Linus Brinkschulte, Dennis Wipprecht und Jannik Bertelsbeck. Dass alles regelkonform ablief, kontrollierten die Linienschiedsrichter Gerold Pelkum und Martin Göckener. Anschließend eröffnete Ortsvorsteher Christoph Wübbelt das diesjährige Hasseln. Die Hassel, eine Baumscheibe, symbolisierte dabei den Kampf des Frühlings mit dem Winter.

Sofort ging es turbulent zu - und auch die Zuschauer mussten sich in Acht nehmen. Oberschiedsrichter Markus Schwaag rief nach einer Stunde den Westen als Sieger aus. Den vom Ortsvorsteher überreichten Pokal füllten die Gewinner mit Sekt und feierten ihren Sieg. Eine Platzwunde wurde vom DRK versorgt, das wie stetsvor Ort war. Der Verein Vitorino Freire sorgte für Getränke.

Bildunterschrift:
Hunderte Zuschauer und mittendrin die Junggesellen der West- und Ostseite: Turbulent ging es beim Hasseln in Buldern zu (oben). DZ-Fotos: wübbelt