Ortsgemeinschaft Buldern e.V.

Unglückliches Ende Abbruch und Unentschieden beim Hasseln


aus DZ-Online
vom Mo., 01.04.2013 von Patrick Hülsheger

Buldern. Der Rahmen stimmte: Trotz trüben Wetters und leichten Schneefalls säumten Hunderte von Menschen die Nottulner Straße, um sich das traditionelle Osterhasseln der Junggesellen in Buldern anzusehen. Beide Mannschaften, Osten wie Westen, hatten zahlenmäßig gleichstarke Teams aufgeboten und zogen mit lauten Schlachtrufen auf das Spielfeld.
Bevor die Holzscheibe geworfen wurde, erhielt Martin Göckener eine Auszeichnung. Als aktiver Hassler und als Schiedsrichter begleitet er mittlerweile seit 35 Jahren den Bulderner Osterbrauch und erhielt dafür gleich zwei hölzerne Orden. Als um 15.40 Uhr die Hassel zum ersten Mal geworfen wurde, konnte sich die Westseite, die in den vergangenen Jahren jeweils unterlegen war, schnell einen kleinen Vorteil erarbeiten.

Vor dem unglücklichen Zwischenfall lieferten sich beide Teams ein ausgeglichenes und diszipliniertes Duell. Foto: Patrick HülshegerVor dem unglücklichen Zwischenfall lieferten sich beide Teams ein ausgeglichenes und diszipliniertes Duell. Foto: Patrick Hülsheger

Es ging hin und her. Beide Teams lieferten sich ein ausgeglichenes und ausgesprochen diszipliniertes Duell. Große Rangeleien, die es im Vorjahr noch zuhauf gegeben hatte, blieben aus. Die Abwehrreihen standen diszipliniert und ließen kaum einen Wurf durch. Zwar fand die Hassel einige Male den Weg in die Zuschauer, diese konnten aber rechtzeitig ausweichen.
Doch nach rund einer halben Stunde fand das Duell ein unglückliches Ende. Ein Spieler der Westseite lag nach einem Wurf noch auf dem Boden. Ein Spieler der Gegenseite wollte die Holzscheibe schnell wieder ins Spiel bringen, sah dabei aber den am Boden liegenden Spieler nicht. Dieser wurde von der Holzscheibe am Kopf getroffen. Sofort waren die Helfer des DRK Buldern vor Ort und versorgten den Spieler, der trotz des harten Treffers bei Bewusstsein blieb. Nach der Erstversorgung wurde er ins Krankenhaus gebracht.
Trotz des Zwischenfalls blieb es zwischen den beiden Mannschaften ruhig. Beide Seiten behielten die Nerven und kurzseitig hochkochende Emotionen kühlten sich schnell wieder ab. Die Partie wurde von Spielleiter Reinhard Homann abgebrochen und mit einem Unentschieden beendet. „Wir können nicht einfach weitermachen, als wäre nichts passiert“, sagte Homann. Mannschaften und Zuschauer befürworteten die Entscheidung.

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